User mit Kontinuität und Qualität für sich gewinnen

So strukturieren Sie Ihre Social-Media-Aktivität

webagentur-mw-redaktionsplan-man sieht einen aufgeschlagenen Kalender auf einem Tisch liegen

Die Minuten vergehen, Sie starren auf den Bildschirm und grübeln darüber, was Sie Ihren Followern und Fans mitteilen können – und dann wird es doch nur der „Gruß zum Wochenende“. Wie und warum ein Redaktionsplan für Ihre Social-Media-Kanäle enorm hilfreich ist, erläutere ich in diesem Artikel.

3 sehr gute Gründe für einen Redaktionsplan

Grund 1: Die Menschen (und sozialen Netzwerke) mögen Kontinuität.

Bei Facebook dreht sich alles um Interaktion – sowohl beim Algorithmus des Netzwerkes als auch bei den Usern selbst. Und für Interaktion ist Kontinuität sehr wichtig. Klickt, kommentiert oder liked ein User die Beiträge einer Unternehmensseite regelmäßig, spielt Facebook die Inhalte häufiger in seine Timeline. Die Konsequenz aus unregelmäßigen Postings: weniger Interaktion, weniger Reichweite. Schon eine Unterbrechung von wenigen Wochen kann sich in der Interaktion bemerkbar machen. Um sich eine gewisse Reichweite aufzubauen, muss man also regelmäßig posten – auch dann, wenn noch keine Fans der Unternehmensseite folgen oder die Interkation seitens der User zwischenzeitlich sinkt.

Grund 2: Ein Redaktionsplan spart viel Zeit.

Zeit, die Sie beim Grübeln über neue Beiträge verschwenden. Zeit, die Sie jeden Tag für neue Recherchen aufbringen. Mit einem Redaktionsplan befassen Sie sich idealerweise nur einmal im Monat. Steht der Redaktionsplan, wissen Sie wann und was Sie mit welchen zusätzlichen Inhalten (Bildern, Links, etc.) wo posten möchten. Noch besser: Sie können die verfassten, freigegebenen Beiträge über die Netzwerke (Facebook, Creator Studio) oder spezielle Social-Media-Tools planen und automatisch veröffentlichen lassen.

Ein Tipp: Optimal wäre ein Jahresplan als Übersicht für alle kommunikativen Aktivitäten, Social Media, Pressemitteilungen, Blogbeiträge, Events, Sponsoring und ähnliches, den Sie wiederum in einzelne Redaktionspläne aufsplitten. Ob Sie den Redaktionsplan monatlich, 14-tägig oder wöchentlich ausarbeiten, sollte auf den Workflow sowie Ihre Branche abgestimmt sein. Einige Themen lassen sich gut vorbereiten, andere werden von tagesaktuellen Entwicklungen vorgegeben.

Grund 3: Ein Redaktionsplan verbessert die Contentqualität.

Schluss mit sonnigen Bildern zum Feierabend. Schluss mit der Facebook-Seite, die nur als „Presseverteiler“ genutzt wird. Schluss mit unpassenden Zitaten, weil „schnell irgendwas“ online gehen soll. Das soll nicht bedeuten, dass Unternehmen keine „Feierabendgrüße“, keine Zitate oder Pressemitteilungen auf Facebook oder Instagram veröffentlichen sollten – wenn es zum Konzept passt und darüber hinaus ein ausgewogener Contentmix stattfindet.

Fans und Follower verlangen gute Inhalte. Schlechten Content strafen sie mit Ignoranz. Wer sich einmal im Monat die Zeit nimmt, recherchiert und vergangene Beiträge auf ihre Interaktion und Qualität bewertet, wird kontinuierlich besseren Content anbieten.

Das Gute ist…

Ein Redaktionsplan – zumindest das Gerüst – ist schnell erarbeitet. Mit Hilfe von Excel oder anderen Programmen erstellen Sie eine Tabelle mit Spalten zu

• Datum (Über die Insights können Sie herausfinden, wann die Zielgruppe besonders aktiv ist)

• Uhrzeit (Über die Insights können Sie herausfinden, wann die Zielgruppe besonders aktiv ist)• Kanal (Facebook, Instagram, Twitter, etc.)

• Beitragsthema (Zuordnung zu einer bestimmten Kampagne)

• Beitragstext (Beachten Sie die Besonderheiten der Kanäle: Hashtags bei Instagram, begrenzte Zeichenanzahl bei Twitter)

• Quellen / weitere Inhalte (z. B. Links, Videos, Bilder, Grafiken, etc.)

• Anmerkungen (z. B. welche Inhalte müssen noch erstellt werden)

• Freigabe (z. B. vom Vorgesetzten, Kunden)

Die Tabelle dient als Vorlage für alle kommenden Redaktionspläne und kann beliebig erweitert werden – z. B. um die Interaktionen (Likes, Kommentare), sodass der Beitrag direkt ausgewertet werden kann.

 

Fazit

Wichtig bleibt, dass Unternehmen regelmäßig, authentisch, passend zur Marke kommunizieren und zwischen den einzelnen Beiträgen nicht zu viel Zeit verstreichen lassen. Ein Redaktionsplan sorgt für Struktur in der Social-Media-Aktivität und reduziert insgesamt den Aufwand für die Beitragserstellung.

In meinem nächsten Blogbeitrag liefere ich Ihnen Tipps für die inhaltliche Ausarbeitung des Redaktionsplans für die Social-Media-Kanäle und erläutere, wie dies die Qualität Ihrer Beiträge verbessert.